Weitere Truppenteile

 

Neben den Ritterbrüdern und Sergeanten gab es weitere Waffen- und Truppengattungen, die nicht unbedingt direkte Angehörige des Ordens waren.

 

Turkopolen

Der Begriff besagt etwa "sie kämpfen auf Türkenart". Klar ist folgendes: diese Einheiten kämpften als "leichte Reiterei", sprich, sie waren leichter gerüstet und somit wendiger. Sie übernahmen von den östlichen Völkern die Kunst des schnellen Anritts und Rückzucks sowie den Angriff mit Pfeil und Bogen.

Unklar ist, wie sich diese Truppen rekrutierten. Lange wurde gemutmaßt, dass es sich bei den Turkopolen um Rekruten/Söldner aus der einheimischen Bevölkerung in Outremer gehandelt habe, die somit nicht dem Orden angehörten (in der Anfangszeit wird es vermutlich auch so gewesen sein). Wahrscheinlicher (zumindest für die spätere Zeit) ist, dass der Begriff "Turkopole" eine bestimmte Truppeneinheit/Waffengattung bezeichnet (vergleichbar mit dem Begriff "Infanterie" oder "Kavallarie") und sich aus dem Ordensmitgliedern selbst rekrutierte (möglich wären natürlich auch gemischte Verbände aus Ordensangehörigen und Einheimischen aus Outremer). Reine Söldner waren es dem Anschein nach nicht, da die Turkopolen in der Ordensregel gesondert und oft erwähnt werden.

Auch unsere Komturei beherbergt einen Turkopolen:

Rachid Rami Alssaham

 

Söldner u. ä.

Bei Bedarf wird man sicherlich auf ortsansässige Söldner oder bezahlte Kämpfer zurückgegriffen haben, wenn es der Streitmacht an Schlagkraft mangelte. Diese Personengruppen waren mit Sicherheit nicht einheitlich eingekleidet, das Tragen des Templerhabits kann völlig ausgeschlossen werden. Zur Kennzeichnung der Zugehörigkeit zu den christlichen Verbänden nähten sie (wie Kreuzfahrer grundsätzlich) Kreuze auf ihre Kleidung.

 

Ein Vertreter dieser "Spezies" hat sich ebenfalls unserer Komturei angeschlossen:

Ein christlicher Handwerker mit europäischen Wurzeln hat sich im Heiligen Land angesiedelt.

Gelegentlich nimmt er als Bogenschütze oder Fußsoldat auf Seiten der Kreuzfahrer an Kämpfen teil. Außerdem versteht er sich auf's Vortrefflichste darauf, die Lebensmittelvorräte der Komturei mit landestypischen Spezereien aufzufüllen.

Hier rechts im Bild zu sehen, gemeinsam mit Hospitaliterbruder Remigius auf Wache.