Die Komturei

 

Unsere Niederlassung war stets nur ein kleiner Stützpunkt. Nach den vergangenen Wintern, die alle recht hart waren, verblieben nur noch wenige Brüder im Ordenshaus. Leider hatten auch die komturei-eigenen Viehbestände unter den widrigen Umständen zu leiden, und so sind uns nur noch 2 Pferde sowie einige Hühner und ein paar Schafe geblieben. Natürlich gibt es auch einen kleinen Garten, der für frisches Gemüse und Kräuter sorgt.

In der unmittelbaren Umgebung der Komturei gibt es ein paar wenige freie Bauern, die mit Anbau von Getreide und der Zucht von Rindvieh ihr Auskommen haben. Auch sind einige Handwerker ansässig, beispielsweise ein Tischler, ein Schmied und ein Korbmacher. Sie und ihre Familien nutzen den Schutz des Ordenshauses und versorgen es im Gegenzug mit ihren Gütern.

 

Wieso eine Templerkomturei in Pinningen?

Pinningen findet keine Erwähnung in der Zeit des Hochmittelalters. Daher galt es, diese Zeitspanne kreativ aufzufüllen! Da es bereits die Römer für sinnvoll hielten, die Salzstraße zu bewachen, warum sollte das im MA anders gewesen sein? Zumal über die Duser Straße bis heute ein „Zubringerweg“ zum „Camino“, dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela führt.

Aufgabe der Tempelritter war von jeher der Schutz der Pilgerwege. Da Pinningen eine Klosterzugehörigkeit nachzuweisen ist, lag die Idee nicht fern, an diesem schönen Platz könnte sich eine kleine Komturei der Templer gebildet haben, denen der Schutz der Pilger am Herzen lag. Obendrein können sie den Salztransport im Auge behalten und sich auch noch um das kleine Hofgut kümmern. Ganz irrwitzig ist diese Idee nicht, hatten doch die Templer im nahen Metz eine Niederlassung. Und da die Komtureien normalerweise eine Tagesreise voneinander entfernt waren, könnte es theoretisch durchaus weitere Niederlassungen in dieser Gegend gegeben haben. Theoretisch!
So kam es zur Gründung der "Templerkomturei Pinningen".

 

Wichtig! Diese Komturei hat niemals existiert! Diese kleine Geschichte ist reine Fiktion und dient lediglich unserer Darstellung!

 

Hier die oben genannte Templerkapelle im lothrinischen Metz, ein spätromanischer Bau aus der zweiten Hälfte des 12. Jhd.

Von der ursprünglichen Templerburg ist nur noch die kleine Kapelle erhalten, alle anderen Bauten wurden zerstört.